VLAB begrüßt positive Entscheidung zur 10h-Abstands-Regelung

Bild © Alfred Schiener
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Der VLAB (Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern) kämpft seit Jahren für die „10H – Abstandsregelung“ für Windräder.

Bei einem Gespräch am 09. Januar 2014 mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und seiner Stellvertreterin Ilse Aigner konnten entscheidende Weichen für das in Kraft treten der 10h-Abstands-Regelung in Bayern gestellt werden.

Wir freuen uns, dass am heutigen 9. Mai die Klage der Privatkläger und der Landtagsopposition gegen die dringend notwendige 10H – Abstandregel vom Bayerischen Verfassungsgerichtshof abgelehnt wurde. Der VLAB wird sich auch weiterhin gegen die maßlose Zerstörung der Landschaften und deren Lebensvielfalt durch Windräder einsetzen.

Der VLAB appelliert an die Bayerische Staatsregierung, zusätzlich zur bewährten 10h-Abstands-Regelung, den Bau und Betrieb von Windrädern künftig auch in Waldgebieten und Kulturlandschaften generell zu untersagen. Windräder tragen weder zu einer nachhaltigen Energieversorgung, noch zu einer Verminderung des Klimawandels bei. Windräder zerstören wertvolle Landschaften und schädigen die Gesundheit der Anwohner.

5 Gedanken zu „VLAB begrüßt positive Entscheidung zur 10h-Abstands-Regelung“

  1. Herzlichen Glückwunsch an alle Bayern zu dieser Entscheidung! Kein anderes Bundesland hat die Gelegenheit genutzt, für die Gesundheit ihrer Bevölkerung durch eine 10H-Regelung für Windkraftanlagen zu sorgen. Gut, dass dieser Gesundheitsschutz nicht verfassungswidrig ist! Jetzt gilt es, auch in den anderen Bundesländern für Mensch und Natur und gegen die Industrialisierung der letzten Natur- und erhaltenswerten Kulturlandschaften zu kämpfen.

  2. Appell an die Bayrische Staatsregierung:
    Über die Staataforsten hat sie es in der Hand, unsere Wälder vor dem Raubbau durch die Windkraftindustrie zu schützen – aber die Lobbyisten lauern überal!

    Gratulation an alle, die für 10H gekämpft haben und eine Ermutigung an die Betroffenen aller anderen Bundesländer, daß es sich lohnt für seine Heimat zu kämpfen.

  3. Das Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes ist ein wichtiges und gutes Signal.

    Die Gefahr der Zerstörung weiterer wertvoller Lebensräume durch die Windkraftindustrie ist aber dennoch auch in Bayern nicht gebannt. Erinnert sei an das geplante Windkraftinsdustriegebiet riesigen Ausmaßes am Wagensonnriegel in unittelbarer Nachbarschaft zum Nationalpark Bayerischer Wald. Ebenso ist durch die gezielt für die Windkraft vorgenommene Zonierung des vormals zusammenhängenden Landschaftsschutzgebietes des Vorderen Bayerischen Wald eine Reihe von Sünden gegen die einzigartige Kultur-und Naturlandschaft zu befürchten.
    Noch immer setzen Windkraftindustrie und etliche Kommunen auf die finanziellen Verlockungen des durch Subventionen am Leben gehaltenen Selbstbetrugs, mit Windkraft das „Klima zu schützen“. Noch immer wird mit „lokaler Wertschöpfung“ argumentiert, wenn Kommunen und Grundbesitzer davon profitieren wollen, dass mittels EEG-Umlage das Geld aus den Taschen der wehrlosen Stromkunden in die Taschen der Windkraft-Gewinnler wandern soll.

    Es ist absurd: Die Menschen sind gezwungen, über die Stromrechnung die Zerstörung ihrer Heimat zu finanzieren. Die Windkraftindustrialisierung unserer großräumig noch erhaltenen Vorzugslandschaften für die Erholung und den sanften Tourismus ist damit auch eine Frage der Gerechtigkeit für alle.

    Gerade die abgelegenen, besonders wertvollen Naturgebiete sind weiterhin vor dem Zugriff der Windkraftindustrie nicht sicher. Bayernweit. Bundesweit. Nur ein Moratorium würde Mensch und Natur die dringend notwenige Verschnaufpause verschaffen, um über den ökologischen wie ökonomischen Windkraft-Irrsinn klare, rationale Gedanken fassen zu können. Angesichts der im Raume stehenden, weiter wachsenden Milliardenbeträge, die im Zuge der sogenannten Energiewende jährlich umverteilt werden, wäre dieses Moratorium Zeichen einer Politik der ökologischen und sozialen Verantwortung.

    Man möchte dem Freistaat Bayern und seinen Menschen wünschen, auch hier in naher Zukunft ein Zeichen setzen zu können.

  4. Wenn auch etwas verspätet: Herzlichen Glückwunsch zur Klageabweisung gegen 10H, danke Ihnen und Ihren Mitstreitern für den unermüdlichen Einsatz, ich weiß, wie viel Engagement, Freizeit, langer Atem und Idealismus nötig sind, um ein derartiges Projekt umzusetzen. Bayern hat jetzt ein deutliches Zeichen gesetzt. DANKE

    1. Vielen Dank für Ihr Lob!

      Der Vollständigkeit und Fairness wegen muss dringend erwähnt werden, dass die Initiative zur 10-H-Abstandsregelung von unterfränkischen Bürgerinitiativen ausging, die zwischenzeitlich fast alle Mitglied im VLAB sind. Später wurde die Initiative durch Aktionen von GEGENWIND BAYERN und VERNUNFTKRAFT stark unterstützt.

      In einem längeren Gespräch in der Staatskanzlei zwischen VLAB-Vertretern, darunter unser Ehrenpräsident Enoch zu Guttenberg, mit MP Seehofer, seiner Stellvertreterin Ilse Aigner und leitenden Juristen und Ministerialbeamten, wurden dann die entscheidenden Weichen für diese Regelung in Bayern gestellt.

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