Geopferte Landschaften – Wie die Energiewende unsere Umwelt zerstört

Die Energiewende gilt als gesamtgesellschaftliche Jahrhundertaufgabe. Der Abschied von Atom, Kohle und Öl und der möglichst schnelle Umstieg auf die sogenannten Erneuerbaren Energien soll nicht nur das Weltklima retten, sondern eine neue Epoche einer grünen, ökologisch folgenlosen Wirtschaftsweise einläuten.

Doch was dieses gewaltige Vorhaben auch bedeutet, wird erst allmählich klar: Flächendeckend wird das Land mit Windrädern, Solaranlagen und Biogaskraftwerken bebaut, ganze Landstriche, oft noch relativ unberührte Kulturlandschaften und Naturgebiete, verwandeln sich in sogenannte Energielandschaften. Vögel und Fledermäuse verenden in den Rotoren der riesigen Windkraftwerke, Mais und Raps, großflächig als Energiepflanzen angebaut, laugen die Böden aus und zerstören die Brutstätten ohnehin gefährdeter Vogelarten. Doch Kritik an der Energiewende wird häufig mit dem Vorwurf fehlender Verantwortlichkeit und rückwärtsgewandtem Denken konfrontiert.

Der Sammelband »Geopferte Landschaften« lässt namhafte Experten zu Wort kommen, darunter Landschaftsplaner, Ökonomen, Energiefachleute, Ökologen, Theologen und Künstler. In ihren Beiträgen diskutieren sie über die Notwendigkeit, Realisierbarkeit und über Risiken und Auswirkungen dieser Energiewende. Dabei wird der Klimawandel nicht in Frage gestellt, wohl aber der Mythos der Energiewende als angeblich alternativlosem Mammutprojekt.

In diesem Sammelband schildert u.a. Enoch zu Guttenberg, Galionsfigur der deutschen Anti-Windkraft-Bewegung, seine ganz persönliche Wandlung, der renommierte Landschaftsplaner Prof. Dr. Werner Nohl geht der Frage nach, was eine schöne Landschaft eigentlich ist und warum Windräder dort nicht hineinpassen. Der Biologe und Ornithologe Dr. Martin Flade wird neben dem Meeresforscher Dr. Karsten Brensing den Auswirkungen der „Energiewende“ auf die Artenvielfalt zu Lande und zur See nachgehen. Dr. Nikolai Ziegler, Vorsitzender des energiewendekritischen Bündnisses „Vernunftkraft“, seziert die „Mythen“ der Energiewende, während der Ökonom Prof. Dr. Niko Paech dieses „Jahrhundertprojekt“ durch die Brille ökonomischer Wachstumskritik betrachtet. Mit Harry Neumann und Johannes Bradtka kommen zwei Protagonisten einer neuen, deutschen Umweltbewegung zu Wort. Der Herausgeber Georg Etscheit betrachtet u.a. die politischen Umwälzungen innerhalb der deutschen Ökoszene, beschäftigt sich mit den künftigen Herausforderungen der Energiepolitik und zeigt, wie enorm das Potenzial des Energiesparens ist.

(Quelle: Heyne Verlag, München)

Das Inhaltsverzeichnis des Sammelbandes und detaillierte Informationen zu den Autoren finden Sie unter „Blick ins Buch“ 

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