Umfragemärchen

IMG_4510 (Medium)„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ (Joh 20, 24-29)

Im vergangenen Monat veröffentlichte die „Fachagentur zur Förderung eines natur- und umweltverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land e.V.“ eine aktuelle  Umfrage zur Akzeptanz der Windenergie  in Deutschland.

Die Ergebnisse sind verblüffend und nahezu unglaublich:

  • 81% der Befragten ist die Windenergienutzung an Land sehr wichtig oder wichtig,
  • 73% würden bei der Auswahl ihres Urlaubszieles Regionen mit Windrädern nicht meiden,
  • 66% möchten Strom aus regionalen Windrädern kaufen,
  • 47% der Befragten sehen positive Auswirkungen von Windrädern auf das Image und Ansehen der Stadt oder Gemeinde.

Die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführte Umfrage erinnert eher an eine Self-Fulfilling Prophecy, als an eine seriöse und statistisch belastbare Studie. Kein Wunder, wurde doch dem Chef von Forsa, dem SPD Mann Manfred Güllner, erst kürzlich von Horst Seehofer und anderen nachgesagt, Forsa sei ein Institut, dass gerne Politik machen würde. Es würde keine Umfragen, sondern vielmehr Stimmung machen.

zur Meinungsumfrage

Ein Gedanke zu „Umfragemärchen“

  1. Die Forsa-Studie deckt – nach Durchlesen – vor allem eines auf: Nach wie vor sind viele Menschen weitgehend ahnungslos, was in Sachen Windkraft an Land im Gange ist, und was nach den Plänen der Windkraftindustrie in den nächsten Jahren noch auf sie zukommt. Der Auftraggeber hat mit den Fragen die Richtung geschickt vorgegeben.
    Nicht erfährt man, ob die Befragung eher im ländlichen Raum oder städtischen Umfeld stattgefunden hat. Es ist bekannt, dass das (groß)-städtische Publikum – weitab der Landschaftszerstörung durch Windkraft und im Glauben an die GRÜNE Windkraft-Weltverbesserungsverheißung – zur Energiewende (noch) überwiegend kritiklos Beifall klatscht.

    Wenn man dann noch zur Kenntnis nimmt, wer den SPD-Chef auf seinen Reisen begleitet, wird die Umfrage des SPD-geführten Forsa-Insitutes weiter relativiert:
    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gabriel-griechenland-101.html
    Die SPD ist – neben den GRÜNEN – inzwischen zum zweiten verlässlichen Steigbügelhalter der Windindustrie abgestiegen. Und die CDU – siehe Merkel und die „Führungskräfte“ dieser Partei in Baden-Württemberg – darf das Klima- und Weltrettungsprogramm durch Windkraft noch ergänzen. Leider ist auch im Freistaat Bayern erkennbar, dass die Meinungsmanipulation fruchtet: nicht wenige CSU-Mandatsträger sind bei der Zerstörung wertvoller Kultur- und Naturlandschaft durch Windkraft führend.

    Ein Gutes hat die Forsa-Umfrage: Sie kann unsere Aufmerksamkeit auf die wesentlichen Themenfelder lenken, in denen bessere Information der Bevölkerung über die Auswirkungen der Windkraft notwendig ist: Landschaftsschutz, Artenschutz und Gesundheitsvorsorge.

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