Schriftliche Anfrage über den VLAB gibt Rätsel auf

Eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Herrn Dr. Christian Magerl von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz über den VLAB gibt einige Rätsel auf.

Da Herr Dr. Magerl nicht nur Landtagsabgeordneter, sondern auch Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz in Freising ist und er auch in Kürze über einen Antrag des VLAB mitentscheiden wird, stellen wir uns folgende berechtigte Fragen:

  1. Warum ist eine gemeinnützige Naturschutzvereinigung, deren Vorstände, Beiräte und Regionalbeauftragte sich ausschließlich ehrenamtlich dem Erhalt von Umwelt und Natur widmen, Ziel dieser Anfrage?
  2. Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt genießen in Bayern zu Recht einen hohen politischen Stellenwert bei allen Parteien. Ist diese Anfrage ein seriöser Beitrag zur Würdigung des Ehrenamtes durch ein Mitglied des Landtags?
  3. Vor der staatlichen Anerkennung des VLAB durch das Landesamt für Umwelt mussten ein Vielzahl an belastbaren Nachweisen erbracht werden; Herr Dr. Magerl kennt das Prozedere sehr genau. Das komplexe und sehr zeitaufwendige Prüf- und Anerkennungsverfahren dauerte über ein Jahr. Was wollte Herr Dr. Christian Magerl letztendlich bewirken. Was sind die wahren Absichten seiner Anfrage?
  4. Herr Dr. Christian Magerl ist Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag und Stiftungsrat im Bayerischen Naturschutzfonds. Im Rahmen seiner Funktion als Mitglied des Stiftungsrats wird er Anfang Mai über einen wichtigen Antrag des VLAB auf eine finanzielle Förderung des „Wiedereinbürgerungsprojektes Habichtskauz“ mitentscheiden.
  5. „Nur mit dem Aufhängen von Vogelnistkästen (…) wird sich aber die bayerische Biodiversitätsstrategie nicht umsetzen lassen“. Dieser Satz von Herrn Dr.  Christian Magerl vom Juli 2015 zeigt, dass er sich als Abgeordneter und Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz stark und vorbildlich für die Biodiversität und den Artenschutz in Bayern einsetzt. Wird er auch den Förderantrag des VLAB in seiner Funktion als Stiftungsrat objektiv und frei von Vorurteilen prüfen und unterstützen?

 

Hintergrund:

Viele naturschutzfachlichen Kompetenz- und Tätigkeitsfelder des VLAB – beispielsweise das Wiedereinbürgerungsprojekt des Habichtskauzes oder die zahlreichen fachlichen Stellungnahmen zu Eingriffsplanungen in die Umwelt und Natur – werden von einigen Parteien und Naturschutzverbänden ignoriert.

Das Projekt zur Wiedereinbürgerung des Habichtskauzes ist das derzeit wichtigste Naturschutzprojekt des VLAB. Eine finanzielle Förderung durch den Bayerischen Naturschutzfonds ist essentiell für das Gelingen des Projekts. Ein Projektschwerpunkt ist neben der Förderung der Biodiversität die Umweltbildung für Kinder, Jugendliche und junge Migranten.

6 Gedanken zu „Schriftliche Anfrage über den VLAB gibt Rätsel auf“

  1. Ich habe mir die Antwort der bayerischen Staatsregierung auf die Anfrage durchgelesen. Sollte Herr Dr. Magerl mit der Anfrage versucht haben, den VLAB zu diskreditieren, so ist der Schuss gewaltig nach hinten losgegangen. In allen Punkten wurde dem VLAB bescheinigt, dass er die Vorschriften eingehalten hat und zu recht eine anerkannte Umweltvereinigung in Bayern ist!

  2. Das sehe ich ebenso; die Antwort der bayerischen Staatsregierung ist eine ziemlich heftige „Watschn“ für Herrn Dr. Magerl. Eigentlich müsste der VLAB ihm für diese schriftliche Anfrage fast schon dankbar sein.

    Die Grünen haben sich schon längst vom Landschafts- und Naturschutz verabschiedet; gut. dass sich jetzt der VLAB dafür einsetzt.

  3. Herrn Dr. Magerl´s Motive sind förmlich „erfühlbar“.
    Die sachlich- und fachlich klaren Aussagen der Staatsregierung lesen sich wie eine gelungene Nachhilfestunde.

    Bleibt noch die Frage zu klären, ob die Förderung eindeutiger Naturschutzprojekte von Leuten entschieden werden dürfen, die sich auf die Gegenseite eines Projektes (z.B. Wiedereinbürgerung des Habichtskauzes) stellen?

    1. Eine berechtigte Frage.
      Der VLAB hat jedoch großes Vertrauen in den Bayerischen Naturschutzfonds.
      Wir hoffen, dass das Projekt und dessen Ziele überzeugen werden.
      Spätestens Mitte Mai werden wir es genau wissen.

  4. Auch ich habe mir die Mühe gemacht, und die Antwort der Bayer. Staatsregierung genau gelesen. Dabei konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Es ist so offensichtlich, was Dr. Magerls Intension eigentlich war, und genauso offensichtlich ist, der VLAB hat alle Voraussetzungen und Bedingungen ordnungsgemäß erfüllt. Die Bayer. Staatsregierung konnte kein Haar in der Suppe finden!Richtig ärgerlich für Dr. Magerl und den BUND. Was mich dann allerdings schwer irritiert hat, ist die Zusammensetzung des Stiftungsrates : Ich lese da: MdB Göppel. Da fällt mir sofort wieder sein Vortrag in Amorbach ein, in dem er eine ganze Bevölkerungsgruppe diffamierte und diskriminierte. Ob solche Personen wirklich unbefangen urteilen und entscheidenn können?

    1. Wie bereits erwähnt, sind wir trotz einer gewissen Skepsis zuversichtlich, dass über die Förderung unseres Projekts gewissenhaft und im Endergebnis positiv entschieden werden wird.
      Alle rechtlichen Genehmigungen liegen seit längerer Zeit vor. Eine Reihe hochkarätiger Experten bewerteten das Projekt und seine Ziele als sinnvoll.
      Mit dem Geschäftsführer des Bayerischen Naturschutzfonds, Herrn Ministerialrat Georg Schlapp, hatten wir im Vorfeld der Antragstellung einen äußerst fairen und konstruktiven Kontakt.

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