Klagerücknahme beschäftigt Politik

Die Klage gegen Enoch zu Guttenberg und deren blamable und höchst ominöse Rücknahme durch den BUND rückt auch in den Focus der Politik. Die Rolle „anerkannter Umwelt- und Naturschutzverbände“ wird zunehmend kritisch hinterfragt:

„Wenn (…) Verbände allerdings mehr im Sinne der privaten finanziellen Interessen einiger Aktiven in den Vorstandsetagen handeln und sie ihrem eigentlichen Zweck, dem Natur- und Landschaftsschutz vor Ort, nicht mehr nachkommen, muss die Transparenz dieser Verbände auf den Prüfstand gestellt werden.“

so die berechtigte Forderung von René ROCK, dem energiepolitischen Sprecher der FDP Fraktion im Hessischen Landtag.

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5 Gedanken zu „Klagerücknahme beschäftigt Politik“

  1. Rene Rock sieht das vollkommen richtig. M.E. müsste er aber dann auch den konsequenten Schluss daraus ziehen, und einen Antrag stellen, damit dem BUND die Gemeinnützigkeit aberkannt wird.
    Denn der BUND erfüllt schon lange nicht mehr seine satzungsmässigen Ziele: Natur und Landschaft erhalten, ….

  2. Wir haben erkannt die Verfilzung ist auf allen Ebenen extrem groß und schädigt dadurch unsere Heimat und seine Bürger. Wer hat es im Kreuz eine Klage wegen Subventionsbetrug gegen die Windindustrie zu stellen, dort wo die Ertragslagen von > 60% die vom Gesetz gefordert sind um Subventionen zu erhalten, wegen geschönten Windhöfigkeitsangaben nicht erreicht werden. Ich bin dabei .

    1. Lieber Herr Huhnt,
      selbst wenn Windräder 100% Ertrag liefern würden, würden wir als „Anwalt der Natur“ diese Industriebauwerke in unseren Kulturlandschaften und Wäldern ablehnen. Der Bau und Betrieb von Windrädern in Kulturlandschaften und Wäldern schafft optisch und landschaftsästhetisch stark bedrängende und belastende Verhältnisse. Windräder zerstören das Erscheinungsbild ganzer Landschaften und vermitteln ihnen den Charakter eines Industrieraumes. Ihre Dominanz mit Gesamthöhen von über 200 m verstärkt aufgrund der Bevorzugung exponierter Standorte diesen Eindruck. Der Bau von Windrädern in unseren Landschaften schädigt dauerhaft die Biodiversität, den Erholungswert und die landschaftsästhetische Funktion unserer Landschaften.

      Der VLAB sieht sich als staatlich anerkannter Umwelt- und Naturschutzverband – im Gegensatz zum BUND – der Landschaft und Natur verpflichtet. Er lehnt daher Windräder unabhängig von ihrem Ertrag grundsätzlich ab.

  3. Es ist doch bezeichnend dass Frau Dahlbender, Vorsitzende des BUND BW im Interview v. 6.7.13 in der SW-Umschau auf die Frage, ob das Landschaftsbild bei dem Ausbau der Windkrafträder keine Rolle spiele, antwortet:
    Zitat: „….Ich empfinde Windräder als eine Bereicherung der Landschaft und als Ausdruck einer modernen Gesellschaft-jedenfalls in Maßen“. Zitat Ende.
    ES ist doch eindeutig, dass diese Frau nicht mehr die Interessen der Bürger, die den Naturschutz noch erst nehmen, vertritt. Mein Leserbrief (siehe Anhang) an die FN (Fränkische Nachrichten, wurde bezeichnender Weise nicht veröffentlicht. Die Presse schützt also noch diese Personen vor der Dekuvrierung.
    Anhang: von der Presse nicht veröffentlichter Leserbrief zu Frau Dahlbenders Äußerungen.

    An die
    Redaktion der
    Tauber-Zeitung/ Südwestpresse
    Ledermarkt
    97980 Bad Mergentheim

    Bad Mergentheim, 10.07.2013

    Leserbrief zu „Grün-Rot mit Bringschuld“ SWP 6.07.2013

    Den Bock zum Gärtner gemacht

    Zum Interview v. 6.7.13 in der SW-Umschau mit BUND-Chefin Dahlbender zur Frage des Ausbaus der Windkraft wieder, in welchem diese auf die Frage, ob das Landschaftsbild bei dem Ausbau der Windkrafträder keine Rolle spiele, folgende Antwort gab:
    Zitat: „….Ich empfinde Windräder als eine Bereicherung der Landschaft und als Ausdruck einer modernen Gesellschaft-jedenfalls in Maßen“. Zitat Ende.
    Ich frage mich, wie krank darf das Gehirn einer obersten Landschaftsschützerin sein um für diesen Posten nicht diskreditiert zu sein? Oder anders gefragt: Wie viele der 20 Mrd.€ Bundessubventionen an die Windkraftlobby wurden an die Naturschutzorganisatoren und deren nahestehenden Parteien weitergereicht, dass diese plötzlich Windkraftanlagen in der Landschaft als „bereichernd“ ansehen. Kein Aufschrei oder Widerspruch aus den Reihen der „Naturschützer“ und „Grünen“.
    Vor 1-2 Jahren ketteten sich „Naturschützer“ in Bad Mergentheim an einige alte, halbtote Bäume um diese zu „retten“ obwohl diese durch Neuanpflanzungen ersetzt werden sollten. Heute wird das Abholzen von ca. 38 ha Wald (nur Mergentheimer Gebiet) skrupellos hingenommen, damit Windkrafträder installiert werden können. Natürlich im „wohlverstanden Interesse der Bevölkerung“, „dient dies doch zur Bereicherung“ der Landschaft. Dankbar müssen wir sein und unser Fremdenverkehr wird aufblühen vor lauter „Belebung des Ausdrucks einer modernen Gesellschaft“. Ja, Bad Mergentheim wird total dem Zeitgeist sich öffnen.
    – Aber wir wollen diese Verschandelung unserer Landschaft nicht. Mit dieser Einstellung der Verantwortlichen wurde „der Bock zum Gärtner“ gemacht.
    Da inzwischen jedem bekannt sein müsste, dass wir nicht mehr Energie aus Windkraft brauchen, da bereits Überkapazitäten vorhanden sind, muss diesen „Bauernfänger“-Methoden ein Ende gesetzt werden. Benötigt werden Leitungsnetze um die vorhandenen Energien dorthin zu leiten wo sie benötigt werden.
    Fatal ist, dass Kommunen, Verbände (auch kirchliche) und Waldbesitzer, die über große Waldflächen verfügen sich hinter diese Forderungen stellen, weil plötzlich die Gier nach dem großen Reibach die €-Zeichen in deren Augen erscheinen lassen. Dies gegen besseres Wissen über die wirklichen Auswirkungen des von der Landesregierung vorgesehenen Windkraftausbaus.
    Wir Bürger, die hier leben wollen, müssen uns wehren solange die Entscheidungen noch nicht endgültig gefällt sind und unsere Landschaft noch soweit in Ordnung ist.
    Rolf Hammer
    Ehrenkreisvorsitzender
    FDP Main-Tauber Kreis

    1. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:
      Auch Jahre nach der unsäglichen Äußerung zur „Landschaftsbereicherung“ durch Windkraftmonster hat Frau Dr. Dahlbender als Chefin des BUND Baden-Württemberg nichts dazugelernt, im Gegenteil – siehe hier:

      http://www.vernunftkraft.de/contradictio-in-adjecto/

      Die peinliche Andienung bei den GRÜNEN ist eines „unabhängigen, kritischen“ Verbandes, wie sich der BUND gerne selbst sieht und darstellt, unwürdig.
      Der BUND hat in Baden-Württemberg wie andernorts jede Glaubwürdigkeit verloren, wenn es um das Thema Naturzerstörung durch Windkraft geht. Die Verquickung mit der Windkraftindustrie ist bewiesen:

      Frau Sylvia Pilarski-Grosch, die derzeitige Geschäftsführerin des BUND Landesverbandes Baden-Württemberg, war seit 2003 Vorstand im BWE, seit 2007 Vizepräsidentin und von April 2013 bis April 2014 Präsidentin des BWE:

      https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2013/sylvia-pilarsky-grosch-neue-bwe-praesidentin

      Solche Windkraft-affinen FunktionärInnen des BUND können keine Anwälte der Natur sein.
      Das Führungspersonal des BUND Baden-Württemberg jedenfalls hat in eindrucksvoller Weise bestätigt, wie Recht Enoch zu Guttenberg in der Auseinandersetzung mit Hubert Weiger hat. Der umfassende Verrat an den Inhalten des Naturschutzes zu Gunsten der Windkraftindustrie wird den gesamten BUND für lange Zeit – wenn nicht für immer – unglaubwürdig erscheinen lassen.

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