Archiv der Kategorie: Artenschutz

Der Berg kreißte und gebar eine Maus – Gedanken zum Nationalpark Spessart

Ein echter Nationalpark ist der Nationalpark Bayerischer Wald. Er erfüllt alle Kriterien eines Schutzgebietes und ist mit rund 24.300 Hektar nicht nur der älteste, sondern auch der zweitgrößte Waldnationalpark Deutschlands © J. Bradtka
Nationalpark Bayerischer Wald. Er ist unzerschnitten und erfüllt alle gesetzlichen Kriterien eines Großschutzgebiets. Mit rund 24.300 Hektar ist er nicht nur der älteste, sondern auch der zweitgrößte Waldnationalpark Deutschlands © J. Bradtka

Unter dem Druck von Bund Naturschutz, Greenpeace und Co. versucht das Bayerische Umweltministerium einen passenden Standort für einen dritten Nationalpark in Bayern zu finden. Eine Abfuhr erteilten bereits die Bewohner des Steigerwalds unterstützt von zahlreichen Bürgermeistern und Abgeordneten. Der Berg kreißte und gebar eine Maus – Gedanken zum Nationalpark Spessart weiterlesen

Daten und Fakten zum Naturschutz

Wir brauchen einen „Ethik-Wandel“

Jeder Lebensraum, jede Landschaft und jede Art die verloren geht hat ihren eigenen unschätzbaren Wert

Flächenverbrauch Deutschland

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesumweltministerium

Täglich werden rund 69 Hektar für Siedlungs- und Verkehrsflächen verbraucht . Dies entspricht einem Flächenverbrauch von rund 98 Fußballfeldern je Tag. Ziel der Bundesregierung bis 2020 sind maximal 30 Hektar/Tag. Dieses Ziel wird nicht erreicht werden. Daten und Fakten zum Naturschutz weiterlesen

Windwurfflächen im Wald – Wichtig für den Artenschutz

Windwurfflächen im Wald sind wichtige Nahrungsgebiete und Lebensräume für Säugetiere, Vögel und Insekten
Windwurfflächen im Wald sind für das Überleben vieler Säugetiere, Vögel und Insekten von großer Bedeutung © VLAB

Es ist seit Jahrzehnten forstliche Tradition, die nach Sturm, Schneebruch und Borkenkäferbefall entstandenen Kahlflächen im Wald zügig wieder aufzuforsten. Man möchte den wirtschaftlichen Nutzen des Waldes mehren und jeden Quadratmeter Waldboden für die Holzproduktion konsequent nutzen. Windwurfflächen im Wald – Wichtig für den Artenschutz weiterlesen

Handbuch der Fledermäuse – Eine Rezension von Dr. Friedrich Buer

Handbuch der Fledermäuse 2016Handbuch der Fledermäuse – Europa und Nordwestafrika, Biologie, Kennzeichen, Gefährdung

von Christian Dietz, Dietmar Nill und Otto von Helversen.

413 Seiten, 567 farbige Bilder, 90 Grafiken, 47 farbigen Verbreitungskarten, kartoniert, 1,9 kg,

Verlag Franckh-Kosmos, Stuttgart 2016, 68 Euro, ISBN 978-3-440-14600-2 Handbuch der Fledermäuse – Eine Rezension von Dr. Friedrich Buer weiterlesen

VLAB-Stellungnahme zur geplanten Novelle des Bundesnaturschutzgesetztes

Das Bundesnaturschutzgesetz soll in wichtigen Teilen geändert werden. Die Verbände wurden am 2. Dezember 2016 angeschrieben und aufgefordert, eine Stellungnahme bis 16. Dezember 2016 abzugeben. Der VLAB erhielt erst am 12.12. Gelegenheit, sich daran zu beteiligen. Nach Protest wurde dem VLAB eine Fristverlängerung bis 23. Dezember erteilt.

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Habichtskauz kehrt nach Nordbayern zurück

Der Mensch hat den Habichtskauz vor rund hundert Jahren verfolgt und ausgerottet, wir holen ihn wieder in die Wälder Nordostbayerns zurück. Die Chance ist gut, dass er sich auch nach Sachsen, Thüringen und Tschechien hin ausbreitet.

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Andreas Kieling – Schirmherr für den Habichtskauz

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Der preisgekrönte Tierfilmer und Fotograf Andreas Kieling ist Schirmherr für das Wiederansiedlungsprojekt Habichtskauz in Nordbayern. Bild Andreas mit Gänsegeier © A. Kieling

Die Freude ist groß. Der Abenteurer & Tierfilmer Andreas Kieling übernimmt die Schirmherrschaft für das VLAB-Projekt zur Wiederansiedlung des Habichtskauzes in Nordbayern.
Lange wurde nach einem geeigneten Schirmherren für das Projekt gesucht: kein Politiker oder Lobbyist, sondern ein authentischer Artenschützer, etwas wild und sympathisch wie der Habichtskauz sollte es sein. Andreas Kieling – Schirmherr für den Habichtskauz weiterlesen

Streng geschützt, jedoch bald durch Menschenhand ausgestorben – der Große Abendsegler

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Steckbrief: Das kurze, eng anliegende braune Fell des Großen Abendseglers glänzt auf dem Rücken rostbraun. Dunkles Gesicht mit kräftiger Schnauze und breiten, abgerundeten Ohren sind typisch © Kathrin Weber

Die internationale Fledermaus-Schutzorganisation BatLife kürte den Großen Abendsegler zur Fledermaus des Jahres 2016. Dies nicht ohne Grund – steht er doch in Deutschland auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten und ist wie alle Fledermäuse streng geschützt und zunehmend gefährdet.

Waldrodungen, übertriebene Baumsanierungen in Parks und entlang von Straßen und Wegen, sowie der Mangel an Totholz und alten Baumbeständen setzen dem Großen Abendsegler gegenwärtig stark zu. Auch die Quartierverluste durch Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, wie beispielsweise eine Wärmedämmung und der Verschluss von Spalten, lassen seine Population anhaltend zurückgehen. Streng geschützt, jedoch bald durch Menschenhand ausgestorben – der Große Abendsegler weiterlesen

Josef H. Reichholf, Evolution – eine kurze Geschichte von Mensch und Natur; Rezension von Dr. F. Buer

Josef H. Reichholf, Evolution – eine kurze Geschichte von Mensch und Natur Mit Illustrationen von Johann Brandstetter, 238 Seiten, Carl Hanser Verlag München 2016 ISBN 978-3-446-24521-1, 22,90 €
Josef H. Reichholf, Evolution – eine kurze Geschichte von Mensch und Natur Mit Illustrationen von Johann Brandstetter, 238 Seiten, Carl Hanser Verlag München 2016 ISBN 978-3-446-24521-1, 22,90 €

 

Aber hier steht ab 12 Jahre, sagte meine Buchhändlerin. Dann darf ich es schon lesen, antwortete ich und bestellte das Buch. Allerdings, ein Kinderbuch ist das sicher nicht. Dafür eine gekonnte Auswahl der Ergebnisse der Evolutionsforschung seit den Zeiten von Charles Darwin, meisterhaft ohne eitles Fachchinesisch geschrieben und von Johann Brandstetter liebevoll illustriert. Josef H. Reichholf, Evolution – eine kurze Geschichte von Mensch und Natur; Rezension von Dr. F. Buer weiterlesen

Artenschutz ist Menschenschutz Hannibal II im Nato-Look – und was in der Tarnung steckt. Ein Beitrag von Dr. F. Buer

Was ist das denn?
Was ist das denn?

Das ist Hannibal II, unsere Maurische Landschildkröte (Testudo graeca). Seine Heimat reicht vom Kaspischen Meer bis Südspanien. Doch unser Hannibal kommt aus einer hiesigen Zucht. Ein Findling, der mit Nagellack verziert wurde. Hannibal heißt er, weil Hannibal vor fast zweitausend Jahren auch über die Alpen kam. Jetzt hat er es gut, denn er lebt bei uns, mag und kennt sein Frauchen, weil die ihn füttert und im Garten laufen lässt, wo er Leckereien findet. Alle anderen beißt er weg und vertreibt sie mit Rammstößen, egal ob groß oder klein, ob Hund oder Herrchen, der nur sein Gehege pflegen möchte. Beim Gartenausflug ist es dann passiert. Hannibal II schreitet zügig auf den Gartenteich zu und – Schildkröten sind schneller als man denkt – platsch – versinkt er im grünen Teppich der Schwimmpflanzen. Strampelnd wird er geborgen und in seiner Nato-Tarnung portraitiert. Artenschutz ist Menschenschutz Hannibal II im Nato-Look – und was in der Tarnung steckt. Ein Beitrag von Dr. F. Buer weiterlesen