Archiv der Kategorie: Waldökologie

Ein Stückchen Wahrheit

Im linksgrünen deutschen Blätterwald, allen voran DIE ZEIT und die „Süddeutsche Zeitung“, sind kritische Beiträge zur sogenannten Energiewende eine Rarität. Obwohl landesweit mehr als tausend  Bürgerinitiativen vor allem gegen immer neue Wind-„parks“ kämpfen, spielt diese veritable Massenbewegung in den Medien so gut wie keine Rolle. Hier herrscht eine permanente grün-rot-schwarze Super-Groko, die den Bürgern weismachen will, hier werde nur und ausschließlich in ihrem Interesse gehandelt, und natürlich im Interesse der Klimaschutzes.

Umso schöner, wenn dann ab und an doch einmal ein Stückchen Wahrheit durch die Zeilen blitzt, wie jüngst auf ZEIT online. Dort schrieb der Journalist Dirk Asendorpf unter der Überschrift „Ein Land wird umgekrempelt“, wie sich Deutschland heute schon in zuvor kaum vorstellbarer Weise verändert hat unter der Ägide der Ein Stückchen Wahrheit weiterlesen

Mythos Förster. Ein Berufsbild verliert seine Glaubwürdigkeit.

Windpark Streu-und-Saale am Rande der Rhön
Windpark Streu-und-Saale am Rande der Rhön

Bewährte Traditionen verändern sich gegenwärtig in allen gesellschaftlichen Bereichen; immer schneller und dramatischer. Wirre Zeiten ohne Orientierung bringen jedoch selten etwas Positives und Produktives hervor, wie es Enoch zu Guttenberg in seiner „Brandenburger Rede“ eindringlich beschreibt: Mythos Förster. Ein Berufsbild verliert seine Glaubwürdigkeit. weiterlesen

Tropenwaldzerstörung für Windradrotoren?

Das Windkraftanlagen (WKA) Vögel und Fledermäuse hundertausendfach töten ist hinlänglich bekannt. Auch der ungeheuer große Verbrauch an Beton und Kunststoffen, sowie die Verwendung von „seltenen Erden“ beim Bau von Windrädern wird nicht mehr geleugnet. Was jedoch vielen Menschen bisher verborgen blieb, ist der Zusammenhang zwischen der Zerstörung tropischer Regenwälder und dem Bau von Windradrotoren. Tropenwaldzerstörung für Windradrotoren? weiterlesen

Abschiedsbrief einer Naturschützerin

Rund acht Jahre lang publizierte Beate Blahy monatlich ihre „Kalenderblätter“. Insgesamt einhundert wertvolle Dokumente einer einzigartigen Naturlandschaft in Brandenburg. Mit ihrem letzten Kalenderblatt im März 2017 nahm sie in einem bewegenden Brief Abschied davon, weiter über die Schönheit aber auch über die Gefährdungen der Landschaften und Natur im Biosphärenrerservat Schorfheide-Chorin zu berichten.  Mit freundlicher Genehmigung von Beate Blahy veröffentlichen wir ihr nachdenkliches Abschiedsschreiben. Abschiedsbrief einer Naturschützerin weiterlesen

Der „White trash“ und die Energiewende

Die Berliner Umweltzeitung „Der Rabe Ralf“, herausgegeben von der in Ostdeutschland tätigen Grünen Liga,  bringt in ihrer aktuellen Ausgabe ein Interview mit Niko Paech zu seinen Thesen in dem von mir herausgegebenen, Energiewende kritischen Buch „Geopferte Landschaften“. Darin wiederholt der prominente Wachstumskritiker seine Feststellung, dass die Energiewende längst kein ökologisches Projekt mehr sei, sondern sich in das genaue Gegenteil verwandelt habe. Ohne Wachstumswende sei so etwas wie eine Energiewende nicht zu schaffen.

Für unerschütterliche Ökofundis und Energiewende-Jünger muss es eine Überraschung gewesen sein, dass ausgerechnet Paech, den sie für einen der ihren halten, so gnadenlos mit ihrem Lieblingsprojekt zur linksgrünen Weltenrettung, der Energiewende, abrechnet. Die Fragen des Redakteurs spiegeln diese Überraschung: Der „White trash“ und die Energiewende weiterlesen

Der Berg kreißte und gebar eine Maus – Gedanken zum Nationalpark Spessart

Ein echter Nationalpark ist der Nationalpark Bayerischer Wald. Er erfüllt alle Kriterien eines Schutzgebietes und ist mit rund 24.300 Hektar nicht nur der älteste, sondern auch der zweitgrößte Waldnationalpark Deutschlands © J. Bradtka
Nationalpark Bayerischer Wald. Er ist unzerschnitten und erfüllt alle gesetzlichen Kriterien eines Großschutzgebiets. Mit rund 24.300 Hektar ist er nicht nur der älteste, sondern auch der zweitgrößte Waldnationalpark Deutschlands © J. Bradtka

Unter dem Druck von Bund Naturschutz, Greenpeace und Co. versucht das Bayerische Umweltministerium einen passenden Standort für einen dritten Nationalpark in Bayern zu finden. Eine Abfuhr erteilten bereits die Bewohner des Steigerwalds unterstützt von zahlreichen Bürgermeistern und Abgeordneten. Der Berg kreißte und gebar eine Maus – Gedanken zum Nationalpark Spessart weiterlesen

Windwurfflächen im Wald – Wichtig für den Artenschutz

Windwurfflächen im Wald sind wichtige Nahrungsgebiete und Lebensräume für Säugetiere, Vögel und Insekten
Windwurfflächen im Wald sind für das Überleben vieler Säugetiere, Vögel und Insekten von großer Bedeutung © VLAB

Es ist seit Jahrzehnten forstliche Tradition, die nach Sturm, Schneebruch und Borkenkäferbefall entstandenen Kahlflächen im Wald zügig wieder aufzuforsten. Man möchte den wirtschaftlichen Nutzen des Waldes mehren und jeden Quadratmeter Waldboden für die Holzproduktion konsequent nutzen. Windwurfflächen im Wald – Wichtig für den Artenschutz weiterlesen

Habichtskauz kehrt nach Nordbayern zurück

Der Mensch hat den Habichtskauz vor rund hundert Jahren verfolgt und ausgerottet, wir holen ihn wieder in die Wälder Nordostbayerns zurück. Die Chance ist gut, dass er sich auch nach Sachsen, Thüringen und Tschechien hin ausbreitet.

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Kann und darf Wissenschaft irren?

Buchenreiche Laubwälder
Buchenreiche Laubwälder sind schön. Sie gelten als die potentielle natürliche Vegetationsform in Mitteleuropa. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie von Mitarbeitern der Tschechischen Akademie der Wissenschaften kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis. Bild © J. Bradtka

 

Wälder bedecken rund ein Drittel der Fläche Zentraleuropas und bilden somit die wichtigste Vegetationsform. Bisher war es gängige wissenschaftliche Lehrmeinung, dass Rotbuchen (Fagus sylvatica) in den niederen und mittleren Höhenlagen Zentraleuropas die natürliche und dominierende Waldgesellschaft bilden würden. Nadelwälder, speziell Fichtenwälder, wären hingegen das Ergebnis Jahrhunderte dauernder forstwirtschaftlicher Veränderungen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet würde sich auf die Hochgebirge, Hochlagen der Mittelgebirge und Randbereiche der Hoch- und Übergangsmoore in Zentraleuropa beschränken. Koniferen reiche Waldformen in Mitteleuropa seien „naturfern“ und ihr ökologischer Wert sehr gering, urteilen insbesondere die großen Umweltverbände. Kann und darf Wissenschaft irren? weiterlesen