Archiv der Kategorie: Waldökologie

Tropenwaldzerstörung für Windradrotoren?

Das Windkraftanlagen (WKA) Vögel und Fledermäuse hundertausendfach töten ist hinlänglich bekannt. Auch der ungeheuer große Verbrauch an Beton und Kunststoffen, sowie die Verwendung von „seltenen Erden“ beim Bau von Windrädern wird nicht mehr geleugnet. Was jedoch vielen Menschen bisher verborgen blieb, ist der Zusammenhang zwischen der Zerstörung tropischer Regenwälder und dem Bau von Windradrotoren. Tropenwaldzerstörung für Windradrotoren? weiterlesen

Abschiedsbrief einer Naturschützerin

Rund acht Jahre lang publizierte Beate Blahy monatlich ihre „Kalenderblätter“. Insgesamt einhundert wertvolle Dokumente einer einzigartigen Naturlandschaft in Brandenburg. Mit ihrem letzten Kalenderblatt im März 2017 nahm sie in einem bewegenden Brief Abschied davon, weiter über die Schönheit aber auch über die Gefährdungen der Landschaften und Natur im Biosphärenrerservat Schorfheide-Chorin zu berichten.  Mit freundlicher Genehmigung von Beate Blahy veröffentlichen wir ihr nachdenkliches Abschiedsschreiben. Abschiedsbrief einer Naturschützerin weiterlesen

Der „White trash“ und die Energiewende

Die Berliner Umweltzeitung „Der Rabe Ralf“, herausgegeben von der in Ostdeutschland tätigen Grünen Liga,  bringt in ihrer aktuellen Ausgabe ein Interview mit Niko Paech zu seinen Thesen in dem von mir herausgegebenen, Energiewende kritischen Buch „Geopferte Landschaften“. Darin wiederholt der prominente Wachstumskritiker seine Feststellung, dass die Energiewende längst kein ökologisches Projekt mehr sei, sondern sich in das genaue Gegenteil verwandelt habe. Ohne Wachstumswende sei so etwas wie eine Energiewende nicht zu schaffen.

Für unerschütterliche Ökofundis und Energiewende-Jünger muss es eine Überraschung gewesen sein, dass ausgerechnet Paech, den sie für einen der ihren halten, so gnadenlos mit ihrem Lieblingsprojekt zur linksgrünen Weltenrettung, der Energiewende, abrechnet. Die Fragen des Redakteurs spiegeln diese Überraschung: Der „White trash“ und die Energiewende weiterlesen

Der Berg kreißte und gebar eine Maus – Gedanken zum Nationalpark Spessart

Ein echter Nationalpark ist der Nationalpark Bayerischer Wald. Er erfüllt alle Kriterien eines Schutzgebietes und ist mit rund 24.300 Hektar nicht nur der älteste, sondern auch der zweitgrößte Waldnationalpark Deutschlands © J. Bradtka
Nationalpark Bayerischer Wald. Er ist unzerschnitten und erfüllt alle gesetzlichen Kriterien eines Großschutzgebiets. Mit rund 24.300 Hektar ist er nicht nur der älteste, sondern auch der zweitgrößte Waldnationalpark Deutschlands © J. Bradtka

Unter dem Druck von Bund Naturschutz, Greenpeace und Co. versucht das Bayerische Umweltministerium einen passenden Standort für einen dritten Nationalpark in Bayern zu finden. Eine Abfuhr erteilten bereits die Bewohner des Steigerwalds unterstützt von zahlreichen Bürgermeistern und Abgeordneten. Der Berg kreißte und gebar eine Maus – Gedanken zum Nationalpark Spessart weiterlesen

Windwurfflächen im Wald – Wichtig für den Artenschutz

Windwurfflächen im Wald sind wichtige Nahrungsgebiete und Lebensräume für Säugetiere, Vögel und Insekten
Windwurfflächen im Wald sind für das Überleben vieler Säugetiere, Vögel und Insekten von großer Bedeutung © VLAB

Es ist seit Jahrzehnten forstliche Tradition, die nach Sturm, Schneebruch und Borkenkäferbefall entstandenen Kahlflächen im Wald zügig wieder aufzuforsten. Man möchte den wirtschaftlichen Nutzen des Waldes mehren und jeden Quadratmeter Waldboden für die Holzproduktion konsequent nutzen. Windwurfflächen im Wald – Wichtig für den Artenschutz weiterlesen

Habichtskauz kehrt nach Nordbayern zurück

Der Mensch hat den Habichtskauz vor rund hundert Jahren verfolgt und ausgerottet, wir holen ihn wieder in die Wälder Nordostbayerns zurück. Die Chance ist gut, dass er sich auch nach Sachsen, Thüringen und Tschechien hin ausbreitet.

Habichtskauz kehrt nach Nordbayern zurück weiterlesen

Kann und darf Wissenschaft irren?

Buchenreiche Laubwälder
Buchenreiche Laubwälder sind schön. Sie gelten als die potentielle natürliche Vegetationsform in Mitteleuropa. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie von Mitarbeitern der Tschechischen Akademie der Wissenschaften kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis. Bild © J. Bradtka

 

Wälder bedecken rund ein Drittel der Fläche Zentraleuropas und bilden somit die wichtigste Vegetationsform. Bisher war es gängige wissenschaftliche Lehrmeinung, dass Rotbuchen (Fagus sylvatica) in den niederen und mittleren Höhenlagen Zentraleuropas die natürliche und dominierende Waldgesellschaft bilden würden. Nadelwälder, speziell Fichtenwälder, wären hingegen das Ergebnis Jahrhunderte dauernder forstwirtschaftlicher Veränderungen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet würde sich auf die Hochgebirge, Hochlagen der Mittelgebirge und Randbereiche der Hoch- und Übergangsmoore in Zentraleuropa beschränken. Koniferen reiche Waldformen in Mitteleuropa seien „naturfern“ und ihr ökologischer Wert sehr gering, urteilen insbesondere die großen Umweltverbände. Kann und darf Wissenschaft irren? weiterlesen

Streng geschützt, jedoch bald durch Menschenhand ausgestorben – der Große Abendsegler

grosser-abendsegler_weber
Steckbrief: Das kurze, eng anliegende braune Fell des Großen Abendseglers glänzt auf dem Rücken rostbraun. Dunkles Gesicht mit kräftiger Schnauze und breiten, abgerundeten Ohren sind typisch © Kathrin Weber

Die internationale Fledermaus-Schutzorganisation BatLife kürte den Großen Abendsegler zur Fledermaus des Jahres 2016. Dies nicht ohne Grund – steht er doch in Deutschland auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten und ist wie alle Fledermäuse streng geschützt und zunehmend gefährdet.

Waldrodungen, übertriebene Baumsanierungen in Parks und entlang von Straßen und Wegen, sowie der Mangel an Totholz und alten Baumbeständen setzen dem Großen Abendsegler gegenwärtig stark zu. Auch die Quartierverluste durch Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, wie beispielsweise eine Wärmedämmung und der Verschluss von Spalten, lassen seine Population anhaltend zurückgehen. Streng geschützt, jedoch bald durch Menschenhand ausgestorben – der Große Abendsegler weiterlesen

Heinz Sielmann Stiftung unterstützt das VLAB-Wiederansiedlungsprojekt

„Nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie schützen” (Prof. Heinz Sielmann)
© Alexander Brehm
Der Habichtskauz wurde vor rund hundert Jahren in Deutschland ausgerottet. Im kommenden Jahr sollen die ersten Jungkäuze in Nordbayern wieder einen neuen Lebensraum finden © Alexander Brehm

Der VLAB freut sich, mit der renommierten Heinz Sielmann Stiftung einen Förderer und Unterstützer der Wiederansiedlung des Habichtskauzes in Nordbayern gewonnen zu haben.

Heinz Sielmann gab vielen Menschen mit seiner Naturfilmreihe „Expeditionen ins Tierreich“ wichtige Impulse, sich für den Natur- und Artenschutz zu engagieren. Mit über 300 Filmen schuf der preisgekrönte Tierfilmer ein unvergessliches Lebenswerk. 1982 begann Heinz Sielmann, über die letzten Tierparadiese in Deutschland im Fernsehen zu berichten. Mit diesen Dokumentationen konnte er viele Menschen auf die zunehmende Zerstörung unserer Naturlandschaften und deren Artenvielfalt aufmerksam machen und sie für deren Schutz gewinnen. Heinz Sielmann Stiftung unterstützt das VLAB-Wiederansiedlungsprojekt weiterlesen