Geopferte Landschaften – Ihre Meinung ist gefragt

Buchcover Geopferte Landschaften von Georg Etscheit
Buchcover Geopferte Landschaften von Georg Etscheit

Vor rund einer Woche erschien im Heyne Verlag München das Buch „Geopferte Landschaften“ von Georg Etscheit.  Es ist ein bisher einmaliges Kompendium und facettenreiches Debattenbuch zu dem wichtigen Thema Energiewende in Deutschland. Mit dem Erscheinen des Buches wird sowohl Skeptikern als auch Befürwortern der Energiewende  eine einmalige Gelegenheit und hörbare Plattform geboten, sich durch ihre individuelle Rezension (Buchbeurteilung) an der dringend notwendigen Diskussion über den Sinn oder Unsinn der gegenwärtigen Praxis der Energiewende in Deutschland zu beteiligen. Selbstverständlich sollten Sie das Buch vorher gelesen haben und keine vorgefertigten Statements wiedergeben.

Ein längeres Interview mit dem Herausgeber Georg Etscheit zu dem Thema finden Sie auf der Webseite der Verlagsgruppe Random-House.

Beteiligen Sie sich bitte an der Debatte. Nutzen Sie die Möglichkeit und teilen Sie online dem Heyne Verlag oder Amazon ihre Meinung über das Buch und zur Sinnhaftigkeit der Energiewende in Deutschland mit.

5 Gedanken zu „Geopferte Landschaften – Ihre Meinung ist gefragt“

  1. Hallo zusammen, ein Buch welches alle Politiker lesen sollten,
    damit sie nicht noch mehr Unsinn beschließen, wie zerstöre
    ich die Deutschen Mittelgebirge !!!
    Windräder und ihre Zuwege sind Industrieflächen !!!
    Um das zu verstehen, muss man das Buch lesen, Vorraussetzung man versteht, was da geschrieben ist.
    Jochen Niemand
    Natur und Landschaftführer, Netphen

  2. Die Energiewende und damit auch die Windkraft ist kein einfaches Thema. Ich selbst hatte ursprünglich keine Probleme mit Windrädern. Zumindest bis ich erfahren habe, welch mafiaartige Strukturen entstanden sind, damit sie gebaut werden können. Grundbesitzer (Pacht für die Standorte), Gemeinden (Gewerbesteuer), Landwirte ( Zahlungen für Ausgleichsmaßnahmen), Jagdpächter (abhängig von Jagdgenossenschaften=Landwirte) ziehen an einem Strang. Rotmilan- und Schwarzstorchnester werden beseitigt, Seeadlerbruten werden bewusst gestört, Landräte (also auch die Unteren Naturschutzbehörden) winken Genehmigungen einfach durch, ökologische Gutachten werden im doppelten Sinne gekauft und nach dem Willen des Windradbetreibers formuliert, Naturschutzverbände klagen nicht (weil ebenfalls gekauft, glaubt man den Gerüchten). Nach dem Bau werden dann auch noch ökologische Strukturen ( Brachflächen, Hecken, Feldgehölze, usw) von Gemeinden und Landwirten beseitigt, damit schützenswerte Tierarten nicht den Betrieb der Windkraftanlagen gefährden (Naturschutzverbände könnten ja Abschaltzeiten einklagen).

  3. Wer sich zur sogenannten „Energiewende“ kritisch äußert, muss gelernt haben, gegen den Strom zu schwimmen. Wer unter der Monstrosität der Windkraftindustrialisierung der letzten halbwegs intakten Landschaften leidet, und dies öffentlich macht, braucht neben der Sensibilität, die das Leiden voraussetzt, Mut zur bekennenden Leidenschaft. Wer die ökonomischen und physikalischen Defizite der in die Irre gehenden „Energiewende“ bloßstellt, benötigt den langen Atem, inmitten der Glaubenden Vernunft zu predigen.
    Das Buch „Geopferte Landschaften“ führt einen ganzen Strauß gewichtiger Wortmeldungen zu einem Thema zusammen, dessen Sprengkraft für die Zukunft unseres Landes wohl noch unterschätzt wird. Im Mainstream eines naturfernen, sich zur Weltrettung durch „Klimaschutz“ aufspielenden politischen Establishments, getrieben von im Wesentlichen einer Partei, wird der „Ausbau“ der „Erneuerbaren Energien“ zum vorgeblichen „Klimaschutz“ in unserem Land so gut wie nicht mehr hinterfragt. Die „Energiewende, Made in Germany“ ist zum Selbstläufer geworden. Das „Vorbild“ macht europa- und weltweit Schule, alleine schon, weil Weltrettung und Wachstum nun zum Gleichklang erklärt sind. Das von den Protagonisten des „Klimaschutzes“ vertretene Credo, Wirtschaftswachstum könne mit der Ökologie „versöhnt“ werden, kommt einem endlich wahr werdenden Heilsversprechen eines gefahrlosen „Weiter so“ gleich. Deshalb hat der „Klimaschutz“ den klassischen Naturschutz quasi kannibalisiert.
    Beiträge und Autoren könnten unterschiedlicher nicht angesiedelt und motiviert sein. Von der beklemmenden „Trauerarbeit eines Malers“ und Reflexionen zum Windkraft-verursachten Abschied von der Schönheit der Landschaften über nüchterne Bilanzen und faktengestützte Argumentation der physikalischen und ökonomischen Wissenschaft, von der Beleuchtung eines Gutachten-gestützten Genehmigungs-Unwesens speziell bei der Windkraft bis zur Ausleuchtung der Zerreißprobe, in die der Naturschutz durch die „Energiewende“ geführt wird, reicht der spannende und spannungsreiche Bogen des auch sprachlich gelungenen Gemeinschaftswerkes.
    Dass die Kritik an der „Energiewende“ gezwungener Maßen in eine inzwischen bundesweite und europaweit wachsende „außerparlamentarische“ Protestbewegung abgedrängt wird, ist dem bekannten Phänomen der erkennbaren „Arroganz der Macht“ geschuldet, mit der inzwischen die Begehrlichkeiten des „öko“-industriellen Komplexes der „Erneuerbaren Energien“ bedient werden. Bis in die höchsten politischen Kreise gut vernetzt, wurden in den letzten Jahren alle Ansätze, etwa über die Novellierung des „Erneuerbare Energien Gesetzes“ trotz „Fukushima“ zu einer Energie-Politik mit Augenmaß zurück zu kehren, vereitelt.
    Die Stärke des Buches ist seine faktische Fundierung durch eine gute Auswahl und die Breite des Autorenkollektives. Diese Stärke ist Verdienst von Herausgeber und Verlag. In diesem historischen Prozess des Umbaus und der Entwertung ganzer Landstriche durch ein fragwürdiges Regierungsprogramm umfassend und vielschichtig Partei zu ergreifen, erscheint nach dem Lesen der Beiträge wie die sprichwörtliche, vielzitierte Bürgerpflicht. Zur Pflicht sollte die Lektüre des Buches werden für alle, die politische, administrative und juristische Verantwortung für die „Energiewende“ tragen.

    1. Das Buch spiegelt das wieder, was ich selber (2.Geschäftsführung eines Greifvogelzoos) nach Recherchen in 4 Jahren zusammen getragen habe. Danke, dass es das Buch endlich für jeden zu kaufen gibt. Eine Pflichtlektüre für „alle“ Menschen und Naturliebhaber.

  4. In diesem Buch ist alles angesprochen, was ich selbst seit 2009 herausgefunden habe. Damals konnte ich mit der Hilfe eines ganzen Dorfes verhindern, dass ein Eichenmischwald, der eigentlich als Vogelschutzgebiet vorgesehen war, von Profiteuren missbraucht und in ein Industriegebiet umgewandelt wurde.
    Von unserer Initiative wurde damals die Petition an den bayerischen Landtag gegeben, die Abstände zu industriellen Windturbinen der Höhe anzupassen, das was heute als 10H Regel bekannt ist. Der bayerische Landtag unter Vorsitz von Herrn Huber erklärte sich für nicht zuständig. So stellten wir dem Bundestag die Petition zu, der sich auch nicht für zuständig erklärte, jedoch versprach, unsere Forderung als Empfehlung weiter zu geben.
    Inzwischen wohne ich in Mecklenburg, wo ich erfolglos versucht habe, 14 große Turbinen in einem FFH Gebiet, das außerdem im Wasserschutzgebiet liegt und im Regionalplan als Vogelzugroute A ausgewiesen ist zu verhindern. In einem weiteren Gebiet wurde in einer Nacht- und Nebelaktion eine ganze Reihe von Weiden gefällt, damit die Fledermäuse verschwanden. Neben den Wegen lag jede Menge Asbest. Diese Liste von kriminellen Handlungen kann man endlos fortsetzten.
    Menschen, die wegen gesundheitlicher Probleme gern wegziehen würden, können nicht, weil der Wertverlust ihres Hauses groß ist.
    Fakten aufzudecken ist sehr wichtig und hilfreich, bei dem Bericht von Sabri Mete kamen mir jedoch die Tränen, denn bei der weiträumigen Verwandlung von Natur- und Kulturlandschaft in eine Industrielandschaft bleibt die Seele auf der Strecke.

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