Die Bayerischen Staatsforsten – Ein windiges Staatsunternehmen

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Bau eines „Windparkes“ im Staatsforstbetrieb Kelheim in Niederbayern. Bild: © J. Bradtka

Die Bayerischen Staatsforsten werden keine aktiv unterstützenden und fördernden Maßnahmen zum Ausbau der Windkraft in den bayerischen Staatswäldern tätigen.

Dies wurde uns gegenüber im Rahmen einer Besprechung am 09. Januar 2014 in der Bayerischen Staatskanzlei mit Ministerpräsident Horst Seehofer, Staatsministerin Ilse Aigner und leitenden Ministerialbeamten von einem Vertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten erklärt.

Das gelte auch für sogenannte Standortsicherungsverträge für Windräder. Es gäbe keinen politischen Auftrag an das Unternehmen, den Ausbau von Windrädern in den Staatswäldern zu forcieren, so der Vertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten. Ministerpräsident Horst Seehofer begrüßte diese Erklärung ausdrücklich.

Nur drei Monate später unterzeichneten die Bayerischen Staatsforsten einen Standortsicherungsvertrag für den NorA- Bürgerwindpark im Staatswalddistrikt Birkenfelser Forst im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.

Am 08. Mai diesen Jahres wurde im NorA-Bürgerwindpark der Baubeginn von 4 Windrädern unter Anwesenheit regionaler Politiker und von Reinhard Strobel von den Bayerischen Staatsforsten gefeiert.  Auch derzeit laufen in ganz Bayern Verhandlungen über Abschlüsse neuer Standortsicherungsverträge in den Staatswäldern.

7 Gedanken zu „Die Bayerischen Staatsforsten – Ein windiges Staatsunternehmen“

  1. Staatlich unterstützter Meuchelmord an Mensch, Tier, Natur, Landschaft und Heimat. Wo geht dieser Irrsinn noch hin. Leute wacht auf. Wir zahlen auch noch dafür, dass uns die Politik in den Wahnsinn treibt. Diese Politiker lügen und betrügen. Wir dürfen das bei der nächsten Wahl nicht vergessen.

  2. Zumindest sind die BaySF nun angehalten sich die Zustimmung der betroffenen Gemeinde einzuholen bevor konkret ein Standortsicherungsvertrag an einen späteren Windkraftbetreiber vergeben wird. Stimmt die Gemeinde dem nicht zu wird auch kein solcher Vertrag unterzeichnet. Leider kommt es vor, dass der Gemeinderat dennoch einen Beschluss fasst der nicht dem Willen der Bürger entspricht und dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Interessant wären die Pachteinnahmen, welche die BaySF durch Windkraftprojekte in ihren Wäldern jedes Jahr kassieren. Weiß jemand wo man dazu aktuelle Zahlen finden kann?

    1. Die Bayerischen Staatsforsten veröffentlichten diese Zahlen leider nicht in ihrem Geschäftsbericht 2014. Am besten wäre es, direkt nachzufragen:
      Bayerische Staatsforsten AöR
      Tillystraße 2
      93053 Regensburg
      Telefon: 0941 6909-0
      Telefax: 0941 6909-495
      E-Mail: info@baysf.de

    2. Zu der Frage der Pachteinnahmen der Bayerischen Staatsforsten: Für die Windräder der Gemeinde Berg am Starnberger See erhalten die Staatsforsten je installiertes Megawatt 7.700 €, d.h. bei vier WKA je 3 MW 92.400 €/Jahr.
      Ob das in anderen Regionen ähnlich ist, könnte man in den bafin-Prospekten zu den Windparks finden.

      Den privaten Grundstücks- und Waldbesitzern im Landkreis Starnberg wurden in den vorgelegten Pachtverträgen vom Gewinn 1 % in den ersten fünf Jahren, anschließend 2 % angeboten. Ziemlich schlau in einem windschwachen Gebiet. Wenn’s keinen Gewinn gibt, gehen die Verpächter leer aus – das trifft oft auch Kommunen, die auf Einnahmen von Windparks hofften. Allerdings gibt es im Landkreis Starnberg derzeit keine Planungen für weitere Windparks.

      1. Danke verehrte Frau Reitinger für ihren Beitrag.
        Das ist eine wahrlich exorbitante Summe. Letztendlich bezahlen wir Sie alle, zu Lasten unserer Landschaft und Natur.
        Wir fordern daher nachhaltig, dass die in Teilen legitime Gewinnorientierung des Unternehmens Bayerische Staatsforsten ein rechtskonformes, verantwortliches und vorbildliches Handeln nicht ausschließen darf!

    1. Wenn die deutschen Atomkraftwerke endlich abgeschalten worden sind und die Kohlekraftwerke ebenfalls, dann zeigt sich endlich die Wirklichkeit, nämlich, dass die Bayerischen Staatsforsten von uns Stromverbrauchern über unsere dadurch völlig überteuerte Stromrechnung weiterhin sinn- und zwecklos aus reiner Geschäftemacherei heraus für die Windkraftanlagenflächen viel zu hohe Pachtgelder fürs Nichtstun bekommen werden und wir dann trotzdem abends bei Kerzenschein ein Buch lesen werden müssen, weil der Wind eh meistens nicht zum Stromverbrauchszeitpunkt passend weht und nachts keine Sonne scheint. An das Märchen von der zukünftigen Speichertechnologie glauben einige bürgerliche Kommentaristen als unkritische, fachlich unkundige Mitläufer der PR der Öko-Forschungs- und Anlagenindustrie doch tatsächlich weiterhin genauso naiv wie an den Osterhasen, den Nikolaus und das süße menschenähnliche Kuschel-Teddybärchen, das ihnen als Kind mal beim Einschlafen vorgelesen wurde.

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