Der Zweck heiligt die Mittel – wie große Umweltverbände um Spenden werben

Unverfrorener geht es wohl kaum mehr, wie die großen Naturschutzverbände NABU und BUND um Spenden werben. Die Zielgruppe ist werbepsychologisch klar definiert:  Gutgläubige Menschen in Großstädten, die sich ernsthaft und ehrlich für die Natur einsetzen möchten. Sie sollen mit naiven, höchst fragwürdigen Sprüchen und angekündigten Kampagnen bewegt werden, ihren Geldbeutel weit zu öffnen und zu spenden.

„Wenn Eisvogel und Fischadler sich etwas zu Weihnachten wünschen könnten, dann einen sicheren Lebensraum, um jedes Jahr ihre Küken aufzuziehen und zu erleben, dass sie flügge werden“

So warb der NABU-Präsident Olaf Tschimpke vor Weihnachten in einem Schreiben mit der Überschrift „Sicherer Lebensraum – das schönste Geschenk an unsere Vögel“ in Berlin um Spenden.

Der BUND bietet sogar „symbolische Anteilscheine“ am Grünen Band – einem schmalen Streifen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und zur Tschechischen Republik – zum Kauf an.  Ab 65 Euro Anteilschein gibt’s sogar eine Urkunde; am besten man spendet gleich Online. Die Spende käme dem Schwarzstorch und anderen Pflanzen- und Tierarten zugute, wird garantiert.

Paradoxerweise setzt sich der gleiche Naturschutzverband nur einige Kilometer weiter im bayerischen Oberfranken, in Hessen, Thüringen oder Niedersachsen für den Bau von Windrädern, selbst in Landschaftsschutzgebieten in denen der Schwarzstorch und andere gefährdete Arten vorkommen, vehement ein.

Der moderne Umwelt- und Naturschutz im 21. Jahrhundert:

Ein höchst effektiver Wirtschaftszweig mit einer klar definierten Hauptzielgruppe: die Stadtbevölkerung. Diese wird mit Versprechungen und trivialen Werbesprüchen umworben. Der originäre Natur- und Landschaftsschutz bleibt vielfach auf der Strecke.

hier nachlesen: NABU-Bettelbrief

Ein Gedanke zu „Der Zweck heiligt die Mittel – wie große Umweltverbände um Spenden werben“

  1. Dieses Pharisäertum ist einfach nur ekelhaft. Wir nehmen inzwischen eigenes Geld in die Hand, um durch fachkundige Personen geschützte Tiere in geplanten Windkraftzonen ausfindig zu machen. Das wäre allerdings die ureigenste, satzungsmäßige Aufgabe des BUND (nämlich Naturschutz!). Von mir sieht er jedenfalls keinen Cent mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.