Alle Beiträge von Georg Etscheit

Ein Stückchen Wahrheit

Im linksgrünen deutschen Blätterwald, allen voran DIE ZEIT und die „Süddeutsche Zeitung“, sind kritische Beiträge zur sogenannten Energiewende eine Rarität. Obwohl landesweit mehr als tausend  Bürgerinitiativen vor allem gegen immer neue Wind-„parks“ kämpfen, spielt diese veritable Massenbewegung in den Medien so gut wie keine Rolle. Hier herrscht eine permanente grün-rot-schwarze Super-Groko, die den Bürgern weismachen will, hier werde nur und ausschließlich in ihrem Interesse gehandelt, und natürlich im Interesse der Klimaschutzes.

Umso schöner, wenn dann ab und an doch einmal ein Stückchen Wahrheit durch die Zeilen blitzt, wie jüngst auf ZEIT online. Dort schrieb der Journalist Dirk Asendorpf unter der Überschrift „Ein Land wird umgekrempelt“, wie sich Deutschland heute schon in zuvor kaum vorstellbarer Weise verändert hat unter der Ägide der Ein Stückchen Wahrheit weiterlesen

Windiger Zeitgeist unter den Soutanen

Windpark Streu-und-Saale am Rande der Rhön © Bert Kowalzik
Windpark Streu-und-Saale am Rande der Rhön © Bert Kowalzik

Der Zeitgeist weht, wo er will. Mal von links, mal von rechts, mal schwächer mal stärker, mal bläst er einem ins Gesicht, mal ins Kreuz. Er ist wankelmütig wie der Wind, der die Windräder der Energiewende antreibt oder auch nicht.  Verlassen kann man sich nicht auf ihn.  Schön aber, dass es Institutionen gibt, die dem Zeitgeist nicht ausgeliefert sind. Wie die Kirchen etwa. Sie stehen fest in ihrer Tausendjährigen Tradition, sie sind für nichts als die Ewigkeit bestimmt, könnte man denken.

Doch nein, nicht erst seit in Rom der allseits geliebte Trendpapst Franziskus regiert, bläst der Zeitgeist mächtig unter die Soutanen. In seiner Öko-Enzyklika „Laudato si“ nahm der Heilige Vater in bisher selten erlebter Deutlichkeit Stellung zum bis dato von den Kirchenoberen eher geschmähten politischen Tagesgeschäft. Er wetterte über Konsumrausch, Umweltzerstörung und die „Unterwerfung der Politik unter die Wirtschaft“. Windiger Zeitgeist unter den Soutanen weiterlesen

Lasst die Nazikeule stecken!

Das war wirklich ein schönes Foto, das die ehrenwerte Süddeutsche Zeitung unlängst als Aufmacher in ihrem Feuilletonteil abgedruckt hat. Es zeigt zwei Windräder vor einem in allen Blau-, Rot- und Orangeschattierungen funkelnden Abend- oder Morgenhimmel. Richtig ästhetisch kommen da die Windmonster rüber, was sie ja manchmal auch sind, wenn sie nicht in Rudeln oder gleich zu Hunderten und Tausenden die Landschaften ruinieren.  Auch ein Fernsehturm kann schön aussehen oder sogar eine Autobahnbrücke. Zumindest dann, wenn sie man sie als Einzelobjekte betrachtet.

Doch um Windkraft oder die Energiewende ging es gar nicht in dem Artikel, der mit diesem gelungenen Schnappschuss illustriert werden sollte. Es ging darin um etwas ganz anderes, nämlich die sogenannte „Identitäre Bewegung“ und die AfD, also die von der Süddeutschen Zeitung immer wieder thematisierte „Bedrohung“ von rechts.  Diesmal schrieb der Feuilletonautor Andreas Zielcke unter der Überschrift „Der unflexible Mensch“ über die „Widersprüche, die dem Ich heute abverlangt werden“. Der Erfolg der Rechten, so die Unterzeile, zeuge von „überforderter Identität“. Lasst die Nazikeule stecken! weiterlesen

Wo sind die Windmühlen?

getimage

Hansjörg Küster, Pflanzenökologe am Institut für Geobotanik der Universität Hannover, ist ein ernst zu nehmender Wissenschaftler und eifriger Buchautor. Er hat schon einiger Bücher vorgelegt, die sich vor allem mit der Historie deutscher und europäischer Kulturlandschaften auseinandersetzen („Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa – Von der Eiszeit bis zur Gegenwart“, „Die Entdeckung der Landschaft – Einführung in eine neue Wissenschaft“). Sein 2008 erschienener Band über die „Geschichte des Waldes“ ist ein Standardwerk.

Jetzt hat Küster im Verlag C.H Beck ein neues Buch herausgebracht, in dem er auf fast 400 Seiten eine Auswahl „der  schönsten“ deutschen Landschaften präsentiert. Darunter finden sich etwa mit der Insel Rügen, dem Elbsandsteingebirge, der Lüneburger Heide und dem Wettersteingebirge die sattsam bekannten Touri-Highlights, allerdings auch weniger bekannte Flecken wie das für seine prächtigen Bauernhöfe bekannte Artland um Quakenbrück, das Land Lippe mit seinen Buchenwäldern oder den Kaiserstuhl. Wo sind die Windmühlen? weiterlesen

„Agro-Photovoltaik“ – droht das endgültige Aus für Bayerns Kulturlandschaften?

Es ist ja nicht so, dass Bayern von Tag zu Tag schöner wird. Im Gegenteil.  Gerade wurde bekannt, dass die Zubetonierung unserer Landschaften einen neuen Höhepunkt erreicht hat: Gut 13 Hektar werden im Freistaat laut einem aktuellen Bericht der Süddeutschen Zeitung Tag für Tag in  Verkehrs- und Siedlungsflächen umgewandelt, mit dramatischen Folgen für Landschaftsbilder und Artenvielfalt. Allen anders lautenden Beteuerungen der Staatsregierung zum Trotz.

Dass der Bau von Wind- und Solar-„Parks“ bei der Ermittlung des Flächenverbrauchs keine Rolle spielt, wird von den Grünen und den mit ihnen verbandelten Umweltverbänden übrigens klaglos hingenommen.  Und wenn wahr wird, was Wisssenschaftler und Energiewende geneigte Landwirte unweit des Bodensees gerade aushecken, könnte bald kein Halten mehr sein, wenn es darum geht, unsre Landschaften noch viel effizienter zu ruinieren. „Agro-Photovoltaik“ – droht das endgültige Aus für Bayerns Kulturlandschaften? weiterlesen

Grüne sind wahre Totengräber der bayerischen Landschaft

Über das, was „Heimatminister“ Markus Söder da ins Werk gesetzt hat, können Menschen, denen die bayerische Heimat wirklich am Herzen liegt, nur den Kopf schütteln. Die Lockerung des sogenannten Anbindegebots im neuen Landesentwicklungsprogramm (LEP) wird der seit Jahren ungebremsten Zersiedelung noch einmal einen kräftigen Schub geben. Die gleiche Wirkung haben Bestrebungen der CSU, wonach die Kommunen Gewerbegebiete künftig im Schnellverfahren ausweisen können. Bayern wird in ein paar Jahren nicht mehr wiederzuerkennen sein. Grüne sind wahre Totengräber der bayerischen Landschaft weiterlesen

Der „White trash“ und die Energiewende

Die Berliner Umweltzeitung „Der Rabe Ralf“, herausgegeben von der in Ostdeutschland tätigen Grünen Liga,  bringt in ihrer aktuellen Ausgabe ein Interview mit Niko Paech zu seinen Thesen in dem von mir herausgegebenen, Energiewende kritischen Buch „Geopferte Landschaften“. Darin wiederholt der prominente Wachstumskritiker seine Feststellung, dass die Energiewende längst kein ökologisches Projekt mehr sei, sondern sich in das genaue Gegenteil verwandelt habe. Ohne Wachstumswende sei so etwas wie eine Energiewende nicht zu schaffen.

Für unerschütterliche Ökofundis und Energiewende-Jünger muss es eine Überraschung gewesen sein, dass ausgerechnet Paech, den sie für einen der ihren halten, so gnadenlos mit ihrem Lieblingsprojekt zur linksgrünen Weltenrettung, der Energiewende, abrechnet. Die Fragen des Redakteurs spiegeln diese Überraschung: Der „White trash“ und die Energiewende weiterlesen

Windräder sind nicht amerikanisch

Mit großen Worten beklagte Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bundes Naturschutz in Bayern (BN), in einer am Dienstag (31.01.2017) verschickten Pressemitteilung die drohende „Amerikanisierung“ der bayerischen Landschaften durch die geplante Lockerung des sogenannten Anbindegebotes im Rahmen der Landesplanung.

Dieses Vorhaben sei dazu geeignet, “die Reste intakter bayerischer Kulturlandschaft dem ruinösen Wettbewerb der Kommunen um Gewerbeansiedlungen zu opfern“, sagt Weiger in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung des BN. Windräder sind nicht amerikanisch weiterlesen

Leschs Klima-Märchenstunde

Zufälliges Zusammentreffen oder konzertierte Aktion? Am 23. November forderten die Grünen im Bayerischen Landtag mal wieder, die 10H-Abstandregelung für Windkraftwerke abzuschaffen, weil sie die Energiewende und den Kampf gegen den Klimawandel behindere. Am gleichen Tag erschien im Bayernteil der Süddeutschen Zeitung ein Artikel über die verheerende Flutwelle von Simbach im Frühsommer. Dort ließ SZ-Umweltredakteur Christian Sebald den Astrophysiker und ZDF-Wissenschaftsjournalisten Harald Lesch Leschs Klima-Märchenstunde weiterlesen

Etscheits Alltagsstress – Windräder zu Weihnachtsbäumen

Weihnachten steht vielleicht noch nicht vor der Tür, aber zumindest schon am Gartentor. Lebkuchen gibt’s im Supermarkt schon seit September. Die Sonderverkaufszonen fürs Weihnachtsgebäck aus der Fabrik machen das Durchkommen zur Ökomilch im Kühlregal schwer. Langsam wird es Zeit, die Bretterbuden für die epidemisch übers Land gekommenen Weihnachtsmärkte zusammen zu zimmern, eine der grässlichsten Ausprägungen adventlichen Konsumfiebers. Und in den Wetterblogs wird munter übers Winterlochthema Nummer eins diskutiert: weiße oder grüne Weihnacht? Etscheits Alltagsstress – Windräder zu Weihnachtsbäumen weiterlesen