Denkmalschützer mit Beißhemmung

Bayerns oberster Denkmalschützer a.D. Prof. Egon Johannes Greipl

Die Zerstörung der bayerischen Kulturlandschaften, der andauernde Flächenfraß, der Gesichtsverlust vieler Dörfer und Städte brennt vielen Menschen auf den Nägeln. Den galoppierenden Verlust von Heimat und Identität wollen immer mehr Bürger nicht hinnehmen: Ein Megathema. Die GRÜNEN haben das erkannt und das Bürgerbegehren „Betonflut eindämmen“ auf den Weg gebracht, das auch vom VLAB unterstützt wird. Dabei ignorieren die GRÜNEN leider geflissentlich die ungeheuren Zerstörungen in Natur und Landschaft, die auf das Konto der sogenannten Energiewende gehen.

Glaubt man den GRÜNEN, sind die Informationsveranstaltungen zum Bürgerbegehren „Betonflut eindämmen“, das die CSU im Landtagswahljahr in Bedrängnis bringen könnte, bestens besucht. Zu den Unterstützern gehört auch die ÖDP, die sich am Montagabend in München ebenfalls des Themas annahm und mit Egon Johannes Greipl den früheren bayerischen Generalkonservator gewonnen hatte. Denkmalschützer mit Beißhemmung weiterlesen

Wurzeln – die unterschätzten Wesen im Verborgenen von Dr. F. Buer

Die Februarnacht war frostig, die Sträucher frisch gekappt und – oh Wunder – an den Schnittstellen hängen Eiszapfen! Wie ist das möglich? Bekanntlich steigt das Wasser nur auf, wenn die Blätter es verdunsten und so einen Sog erzeugen. Jedoch im Februar sitzen die Blätter zwar vorgeformt, aber noch fest verpackt in den Knospen. Es sind die Wurzeln. Im Frühling drücken die das Wasser nach oben und pumpen die Blätter in den Knospen auf, zum Teil vergleichbar mit dem Aufblasen eines Luftballons. Deshalb werden die Sträucher im Frühling schnell grün, manchmal fast über Nacht. Wurzeln – die unterschätzten Wesen im Verborgenen von Dr. F. Buer weiterlesen

Warten auf die E-Rakete!

Böse, böse, böse: Silvesterspaß Bleigießen. Quelle: beetle / Fotolia.com auf umweltbundesamt.de

Es riecht nicht alles gut, was kracht.“ Dieses Zitat von Karl Valentin, die lakonische Reaktion auf ein gerade abgebranntes „Brillantfeuerwerk“, zeigt seine tiefe Einsichtsfähigkeit in fundamentale Zusammenhänge humaner Lebenspraxis. Es zielt in die gleiche Richtung wie ein anderer, oft zitierter Aphorismus Valentins „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“. Alles Schöne, Gute, alles was Spaß macht, hat seine Schattenseiten, will uns der große Komiker und Alltagsphilosoph sagen. Eine Erkenntnis, deren Wahrheitsgehalt nicht zu bestreiten ist.

Damit wären wir auf einem kleinen Umweg beim Thema dieser Kolumne: den bevorstehenden Silvesterfeierlichkeiten und deren Auswirkungen auf die ökologische Integrität unserer Republik. Immer in der staden und etwas melancholischen Zeit „zwischen den Jahren“, einer Art kalendarischem Niemandsland, brechen warnende Mitteilungen über die Menschen herein, die den achtlosen Umgang mit Silvesterfeuerwerk und anderen traditionellen Bräuchen zum Jahreswechsel betreffen. Warten auf die E-Rakete! weiterlesen

Weihnachtsgrüße

Frohe Festtage und einen guten Rutsch
Frohe Festtage und einen guten Rutsch

Wir möchten die Weihnachtszeit nutzen, um allen unseren Leserinnen und Lesern für ihr Interesse am Umwelt-Watchblog zu danken. Auch im kommenden Jahr werden wir kritisch, unabhängig und garantiert werbefrei über wichtige Themen rund um den Umwelt- und Naturschutz berichten.

Wir wünschen Ihnen frohe Festtage, Zeit zur Entspannung, Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge und viele Lichtblicke im kommenden Jahr.

 

„Wir bauen uns einen Windpark“ und andere Weihnachtsüberraschungen

„Dann macht es Puff: Der Loriot-Klassiker „Weihnachten bei den Hoppenstedts“

Im Dezember 2015 schlug eine Nachricht wie eine Bombe ein und trübte die Vorweihnachtszeit nachhaltig. Die Firma Riffelmacher und Weinberger aus dem fränkischen Roth verkündete das Ende der Produktion von echtem Stanniol-Lametta. Damit schließe der letzte deutsche Hersteller dieses erztraditionellen Christbaumschmucks „seine Pforten“, schrieben die Kollegen etwas uniform in ihren zahlreichen Nachrufen.

„Früher war mehr Lametta“ – auch das legendäre Zitat von Loriots Opa Hoppenstedt durfte in keinem dieser Berichte fehlen. Oft schrie es einen schon in der Überschrift an und zeugte nicht nur von der überschaubaren Phantasie der Autoren, sondern auch von deren fortgeschrittenem Alter. Die jungen Netflix- und Youtube-Adepten kennen Loriot (und Lametta), wenn überhaupt, nur noch vom Hörensagen. „Wir bauen uns einen Windpark“ und andere Weihnachtsüberraschungen weiterlesen

Über Weihnachten, von Tierfreunden und Tierquälern – und dem „besten Tierschutzgesetz der Welt“

Ein Gastbeitrag von Ulrich Dittmann

Weihnachten steht vor der Tür und mancher, der schon „alles“ hat, sucht vielleicht gerade zu diesem Anlass etwas „Besonderes“ für sich und seine Lieben. Also vielleicht ein lebendes Geschenk unter dem Weihnachtsbaum? Zwar gerade von vielen Kindern gewünscht, ist dies aber oft unüberlegt und langfristig gesehen keine gute Idee. Denn je nach Tierart, ob Hund, Katze, Maus, oder gefiederter Zeitgenosse, muss man bereit sein, bis zu 15 Jahren oder mehr, sein Zuhause mit dem neuen tierischen Familienmitglied (hoffentlich sieht man es als dieses an!) zu teilen. Wenn, nach reiflicher Überlegung man sich dafür entscheidet, dann ist es sinnvoll ein solches aus dem Tierheim zu „adoptieren“ und keinesfalls beim Züchter zu kaufen, um das Geschäft mit der „Ware“ Tier nicht noch mehr anzukurbeln. Die Tierschutzorganisationen wissen wovon sie reden: Keine Spontanentscheidungen, denn es hat sich gezeigt, dass jedes Jahr gerade nach Weihnachten die Zahl der im Tierheim abgegebenen und ausgesetzten Tiere leider enorm steigt. Über Weihnachten, von Tierfreunden und Tierquälern – und dem „besten Tierschutzgesetz der Welt“ weiterlesen

Ein Stückchen Wahrheit

Im linksgrünen deutschen Blätterwald, allen voran DIE ZEIT und die „Süddeutsche Zeitung“, sind kritische Beiträge zur sogenannten Energiewende eine Rarität. Obwohl landesweit mehr als tausend  Bürgerinitiativen vor allem gegen immer neue Wind-„parks“ kämpfen, spielt diese veritable Massenbewegung in den Medien so gut wie keine Rolle. Hier herrscht eine permanente grün-rot-schwarze Super-Groko, die den Bürgern weismachen will, hier werde nur und ausschließlich in ihrem Interesse gehandelt, und natürlich im Interesse der Klimaschutzes.

Umso schöner, wenn dann ab und an doch einmal ein Stückchen Wahrheit durch die Zeilen blitzt, wie jüngst auf ZEIT online. Dort schrieb der Journalist Dirk Asendorpf unter der Überschrift „Ein Land wird umgekrempelt“, wie sich Deutschland heute schon in zuvor kaum vorstellbarer Weise verändert hat unter der Ägide der Ein Stückchen Wahrheit weiterlesen

Mythos Förster. Ein Berufsbild verliert seine Glaubwürdigkeit.

Windpark Streu-und-Saale am Rande der Rhön
Windpark Streu-und-Saale am Rande der Rhön

Bewährte Traditionen verändern sich gegenwärtig in allen gesellschaftlichen Bereichen; immer schneller und dramatischer. Wirre Zeiten ohne Orientierung bringen jedoch selten etwas Positives und Produktives hervor, wie es Enoch zu Guttenberg in seiner „Brandenburger Rede“ eindringlich beschreibt: Mythos Förster. Ein Berufsbild verliert seine Glaubwürdigkeit. weiterlesen

„Schänder der Landschaftsseele“ – Enoch zu Guttenbergs Brandenburger-Rede

Enoch zu Guttenberg © Melanie Cabello Alfaro
Enoch zu Guttenberg © Melanie Cabello Alfaro

Ein eindringlicher Appell zum Schutz unserer Kulturlandschaften und deren Lebensvielfalt stand am 4. November im Mittelpunkt der Rede von Enoch zu Guttenberg im brandenburgischen Zossen.

Der weltweit renommierte Künstler und Mitbegründer des Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) rief auch zu mehr Widerstand gegen die „Schänder der Landschaftsseele“ auf:  „Schänder der Landschaftsseele“ – Enoch zu Guttenbergs Brandenburger-Rede weiterlesen

Das lässt einen nicht los: Pfarrer segnen Windindustrieanlagen

Er nimmt zu: Der Segen von Vertretern beider Kirchen für Windindustrieanlagen. Bedenklich ist hierbei nicht der kirchliche Segen an sich, sondern sind die begleitenden blasphemischen Unworte der Theologen: „die Werke der Technik offenbaren Gottes Größe“ oder „der erzeugte Strom ist ein Segen aus der Steckdose“, so Pfarrer bei der Segnung gigantischer Windrotoren in naturnahen Landschaften. Das lässt einen nicht los: Pfarrer segnen Windindustrieanlagen weiterlesen